Motivationsschreiben

In diesem Bereich findest du Informationen zur Struktur und zum Inhalt eines ausschlaggebenden Motivationsschreibens. In dem genannten Dokument hast du die Möglichkeit, deine Motivation und deine Qualifikationen für die angestrebte Stelle zu zeigen, wobei von zentraler Bedeutung ist, dass dein Anschreiben auf die Anforderungen der Stelle und des Unternehmens abgestimmt formuliert wird. Beachte bitte, dass viele Recruiterinnen und Recruiter erst dein CV lesen. Wiederhole daher in deinem Motivationsschreiben nicht das, was schon im Lebenslauf steht.


ALLGEMEIN

  • Nutze ein Briefformat für die Gestaltung des Motivationsschreibens
  • Maximal eine Seite lang
  • Gleiche Schriftart und Grösse wie CV
  • Verfasse jedes Motivationsschreiben individuell und immer auf die Stelle und Firma bezogen
  • Klare Struktur
  • Achte auf klare, präzise Formulierungen
  • Nutze aktive Verben und Beispiele für deine Erfahrung
  • Beschreibe deine Kompetenzen und Leistungen neutral, d. h. ohne dich zu bewerten
  • Keine Rechtschreib- und Grammatikfehler

STRUKTUR

Wir empfehlen dir folgende Abschnitte zur Orientierung:

- Adressierung
- Ort und Datum
- Aussagekräftiger Betreff
- Anrede
- «SIE» – Das Unternehmen und die Stelle, die mich interessieren
- «ICH» – Meine Berufserfahrung und meine wichtigsten Kompetenzen
- «WIR» – Was das Unternehmen und ich zusammen erreichen könnten
- Abschluss

Persönliche Kontaktangaben:
Vorname Name
vollständige Adresse
E-Mail
Telefonnummer

Anschrift des Unternehmens:
Name des Unternehmens
Abteilung
Ansprechperson (Hast du keine konkrete Kontaktperson, dann nutze den Abteilungsnamen, z. B. HR)
Adresse

Ort, Datum

Aussagekräftiger Betreff:
Genaue Bezeichnung der Stelle, auf die du dich bewirbst, sowie die Kennziffer (sofern vorhanden)

Anrede:
Richte dich an deine Kontaktperson. Sollte diese nicht bekannt sein, nutze die förmliche Ansprache: «Sehr geehrte Damen und Herren»

Dieser Teil ist das Kernstück deines Motivationsschreibens. Hier beschreibst du die Highlights deines Profils, die dich als spannende Kandidatin / spannenden Kandidaten für die Stelle qualifizieren. Ein guter Aufbau deines Anschreibens erfordert Zeit; in der Literatur ist von einem Arbeitstag die Rede.

«SIE» – Das Unternehmen und die Stelle, die mich interessieren
Warum hast du Interesse am Unternehmen und an der Stelle? Erkläre den Grund für dein Interesse. Beschreibe deine Motivation und nenne so viele Berührungspunkte wie möglich (Gastvorlesungen, Berufsmessen, Bekannte, Karriere-Events an deiner Hochschule). Sei genau und mache dir wirklich Gedanken darüber, warum das Unternehmen dich interessiert. Beschreibe dies in knappen Sätzen. So bist du authentisch und individuell und kannst auf kopierte Floskeln verzichten.

«ICH» – Meine Berufserfahrung und meine wichtigsten Kompetenzen
Weshalb denkst du, die richtige Besetzung für die Stelle zu sein? Welche deiner Qualifikationen und Fähigkeiten sind relevant für das Unternehmen? Belege diese relevanten Qualifikationen mit Beispielen aus deiner Erfahrung und beziehe sie auf die in der Stellenausschreibung genannten Anforderungen. Nimm drei bis vier der relevanten Fähigkeiten und verknüpfe sie mit Beispielen, statt alle einfach aufzuzählen.

«WIR» – Was das Unternehmen und ich zusammen erreichen könnten
Dies ist der Abschlussteil. Fasse hier deine Kernaussagen zusammen. Was können wir – das Unternehmen und du – zusammen erreichen? Formuliere einen Schlusssatz, in dem du dich bedankst, aber auch den Wunsch kommunizierst, noch mehr über das Unternehmen und die Stelle zu erfahren.

Gruss und Unterschrift:
Musst du deine Unterlagen digital hochladen oder via E-Mail versenden, so reicht dein Name als Unterschrift. Auch könntest du deine Unterschrift gescannt einfügen. Hast du noch weitere Fragen? Dann melde dich für einen unserer Services an.

KI-Tools können dir helfen, Ideen zu sammeln, deine Argumentation zu ordnen und Formulierungen zu verfeinern. Dein Motivationsschreiben sollte aber immer deine eigene Geschichte, deine Motivation und deine Sprache widerspiegeln. Nutze Vorschläge als Inspiration und passe sie konsequent an deinen persönlichen Stil und den Schweizer Kontext an.

Hier Beispiele für die Anwendung von KI:

 

Einstieg (Hook) entwickeln

Wenn dir der Einstieg schwerfällt, kannst du ein KI-Tool nach Formulierungsvorschlägen fragen.

Beispielformulierung für ein KI-Tool: «Ich bewerbe mich auf eine Stelle als [Position] bei [Firma]. Meine Motivation ist: [kurze Beschreibung deiner Beweggründe].

Bitte formuliere drei unterschiedliche Einstiegssätze, die:

  • Interesse wecken,
  • meine Motivation authentisch wiedergeben,
  • professionell und für den Schweizer Arbeitsmarkt passend sind (keine übertriebenen Superlative).»

 

SIE-ICH-WIR-Struktur ausarbeiten

Du kannst ein KI-Tool nutzen, um deine Gedanken entlang der SIE-ICH-WIR-Struktur zu ordnen.

Beispielformulierung für ein KI-Tool:
«Ich bewerbe mich bei [Firma] auf die Position [X].

SIE: Was ich über die Firma weiss: [Infos, z. B. Branche, Produkte, Werte]
ICH: Meine relevanten Erfahrungen und Kompetenzen: [Beschreibung]
WIR: Was ich konkret beitragen kann: [Ideen, wie ich einen Mehrwert stifte, ohne überheblich zu wirken.]

Hilf mir, daraus einen zusammenhängenden Text zu formulieren, der:

  • die SIE-ICH-WIR-Struktur erkennbar macht,
  • sachlich und klar formuliert ist,
  • nicht wie ein Marketingtext wirkt, sondern zum Schweizer Arbeitsumfeld passt.»

 

Feedback zu einem Entwurf einholen

Hast du bereits einen Entwurf, kann ein KI-Tool dir helfen, Struktur und Verständlichkeit zu überprüfen.

Beispielformulierung für ein KI-Tool:
«Hier ist der Entwurf meines Motivationsschreibens:
[Text einfügen]

Bitte gib mir Feedback zu:

  • Überzeugungskraft und Nachvollziehbarkeit meiner Motivation,
  • Struktur und rotem Faden (SIE-ICH-WIR-Struktur),
  • Länge (sollte maximal eine Seite sein),
  • Formulierungen, die zu allgemein oder unpassend für den Schweizer Arbeitsmarkt wirken,
  • und mache mir konkrete Verbesserungsvorschläge.»

 

Firmenbezug konkretisieren

Um zu vermeiden, dass dein Text generisch oder «KI-typisch» klingt, ist ein klarer, konkreter Firmenbezug wichtig.

Beispielformulierung für ein KI-Tool:
«Ich bewerbe mich bei [Firma]. Ich habe folgende Informationen über die Firma recherchiert: [Infos aus Website, News, LinkedIn oder Perplexity-Recherche].

Hilf mir, daraus einen kurzen Abschnitt zu formulieren, der:

  • zeigt, dass ich mich wirklich mit der Firma beschäftigt habe,
  • über allgemeine Aussagen wie ‹Ihr Unternehmen ist Marktführer› hinausgeht,
  • meine Werte und Interessen mit den Werten und Aktivitäten des Unternehmens verbindet,
  • sachlich und authentisch bleibt und nicht übertrieben wirkt.»

 

Nutze KI-Tools als Sparringspartner, nicht als Ersatz. Prüfe immer, ob du dich im Text wiedererkennst und ob er zu deinem Profil und zum Schweizer Arbeitsmarkt passt. Im Zweifel kannst du dein Motivationsschreiben von den Career Services gegenlesen lassen.

 

Hinweis: Beachte bei der Nutzung von KI-Tools die Hinweise zu Datenschutz, Verantwortung und Schweizer Schreibstil (siehe CV-Seite).

 


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